DEMOS

Deine Vorstadt – Jetzt und Wir (2021)

Fuhrbach mit MF-Production – Freiburg X Köln (2021)

Fuhrbach – Echtzeit (2023)

ton . lieder +klang

Text

Du bist, und die Arbeit. Briefe nach Bitterfeld (2023) – Schreibexperiment vom 13. Juli 2023. Die ersten Textteile entstanden um 9 Uhr abends, die Veröffentlichung fällt auf den Folgetag. Der Plot greift gesellschaftliche Fragen der Gegenwart auf. Die Erwartung an die eigene Subjekt-Position wird eingebettet in einen Dialog mit den Anforderungen sozialistischer Kulturpolitik.

Ein Kaffee, Arcaden (2023) – Schreibexperiment vom 2. August 2022. Die Texte wurden fortlaufend auf clementines.world unter dem Schlagwort Ein Kaffee, Arcaden veröffentlicht. Der dokumentarische Stil zeigt eine realistische Suche nach einer passenden Sprache für die Beobachtung. Gleichzeitig werden Stereotype und Grenzkonstruktionen durch eine zweite Ebene kommentiert.

Kattowitz im Herbst. Impressionen einer Reise im Oktober 2017 – Der lyrische Bericht dokumentiert die Erfahrung in der Fremde. Die Erzählung montiert verschiedene Stimmen in einen tagebuchartigen Text. Gleichzeitig wird durch eine dialogische Beobachtung der Subjektivität die stereotype Männlichkeit mit dem Anspruch einer emanzipierten Alternative konfrontiert.

lyrik . geschichten +prosa

Theorie

Polyphone Autorschaft

Die Politik in der Sprache und in der Literatur Heinrich Bölls (J.B. Metzler 2024)

In diesem Buch wird zunächst im Rückgriff auf die agonistische Demokratietheorie von Chantal Mouffe beschrieben, dass Sprache als politisches Bezugssystem funktioniert. Auf der Grundlage von Hannah Arendt und Jürgen Habermas wird dann eine Politik der Sprache entwickelt. Mit Bezug auf Seyla Benhabib wird eine kommunikative Ethik hergeleitet, die auf der methodischen Ebene an die dialogische Theorie und an die Polyphonie der Literatur nach Michail Bachtin angeschlossen wird. Das Modell der polyphonen Autorschaft wird schließlich auf die Böll-Forschung und auf die Werke des Autors Heinrich Böll angewendet.

1. Auflage 2023, Sprache: Deutsch, Seiten: 716, Taschenbuch (21/14,8 cm)

ISBN: 978-3662684917 / eBook ISBN: 978-3662684924
DOI
: https://doi.org/10.1007/978-3-662-68492-4

Link zu Thalia: https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1070104258

  1. Einleitung
  2. Sprache als politisches Bezugssystem
    1. Zur ›Politik‹ des Politischen
    2. Die Politik des sprechenden Handelns bei Hannah Arendt
    3. Die Konstruktion der Autorfigur ›Hannah Arendt‹
    4. Dialog der Subjekte und inklusive Subjektivität
    5. Kommunikative Rationalität und vielstimmiger Konsens
  3. Polyphone Autorschaft als Modell
    1. Die Figur des ›Autors‹ als dynamisches Bezugssystem
    2. Theorien und Praktiken der Autorschaft im Zeitalter der Digitalität
    3. Grundlegendes zur ›Dialogizität‹ nach Michail Bachtin
    4. Das Konzept der Polyphonie in der aktuellen Diskussion
    5. Skizze einer Grammatik der ›Polyphonie‹
  4. Heinrich Böll als polyphone ›Autorfigur‹
    1. Der Autor ›Heinrich Böll‹ als Figur in der Forschung
    2. Dialogische Subjektkonfigurationen in Briefen aus dem Krieg
    3. Fortschreibungen der Vielstimmigkeit in Briefen nach dem Krieg
    4. Die Literarisierung des polyphonen Subjekts in stilisierten Briefen
    5. Pluralisierung der Sprache und gebundene Idiosynkrasie in Tagebüchern
    6. Auktoriale Monologisierung des Autors in Selbstdarstellungen
    7. Realistische Täuschung und konstruierte Wirklichkeit im Autorenfoto
    8. Kommentierte Selbstpositionen in Gesprächen und Interviews
    9. Grammatik, Struktur und Zwischenräume in Reden und Vorlesungen
    10. Sprache als erweitertes Denken in politischen Essays und in der Publizistik
    11. Der Schriftsteller und der Literaturbetrieb als dialogischer Resonanzraum
  5. Polyphone Autorschaft bei ›Heinrich Böll‹
    1. Lyrische Schreibweisen und dialogische Lesarten in Gedichten
    2. Monologische Dialoge und statische Rollen im Hörspiel, im Theater und im Film
    3. Die vielen Stimmen der Namenlosen in den Kurzgeschichten
    4. Konstellationen der Vielstimmigkeit in Erzählungen und Romanen [1946-1985]
  6. Schluss

Presse

Weitere Publikationen

Aufsätze

  • Who do I speak to, talking to myself – Readings through the ›Deutschland‹ of our times (to be published) / Mit wem rede ich, wenn ich zu mir spreche – Lektüren durch das ›Deutschland‹ unserer Zeit (in Vorbereitung)
  • The Agony of Speech in German Politics and in the Works of Heinrich Böll (to be published) / Die Agonie in der Sprache der Politik und in der Literatur Heinrich Bölls (in Vorbereitung)
  • Sozusagen ›Wir‹ – Identität jenseits von Grenzen bei Navid Kermani (in Vorbereitung)

Konferenzen

Facts becoming fiction – How to remember history through language, literature and politics in recent times

26.-29. September 2024, German Studies Association (The GSA), Forty-Eighth Annual Conference, Atlanta, Georgia (USA) #thegsa2024
Link: https://thegsa.org/conference/current-conference

KI im Deutschunterricht. Herausforderungen, Risiken und Potenziale

10. Juli 2024, 10:00-11:30 Uhr, Universität zu Köln, Hörsaal VIII, Teil der Ringvorlesung „Einführung in die Deutschdidaktik“
Link: https://klips2.uni-koeln.de/co/ee/rest/pages/slc.tm.cp/course/459277

Vergangene Tagungen

  • 55th NeMLA Annual Convention, Boston, USA 2024
  • Dissent, Disagreement, and Difference. Understanding Conflict within German Studies, Georgetown University, Washington D.C., USA 2023
  • Alles Helden, oder was? Paradigmen, Perspektiven, Traditionen und Tendenzen in Kultur, Kunst, Literatur und Sprache. XXVI. Internationale Tagung Kronstädter Germanistik, Transilvania Universität, in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Germanisten in Rumänien, Kronstadt/Braşov, 2023
  • Erich Maria Remarque zum 50. Todestag. Schlesische Universität Katowice/Sosnowiec mit dem Erich-Maria-Remarque Friedenszentrum Osnabrück, in Zusammenarbeit mit der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit und der CINiBA in Katowice 2021
  • Be-/Ein-/Abgrenzungen: literatur- und sprachwissenschaftliche Perspektiven, Online-Tagung der Schlesischen Universität Katowice/Sosnowiec 2021
  • Identitätskonzepte in der Literatur. Internationale Konferenz, veranstaltet durch das Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsass der Universität des Saarlandes, Saarbrücken 2019
  • Literatur und Politik, veranstaltet durch die Universitäten Warschau, Krakau, Wuppertal und Santiago de Compostella, in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Krakau, 2019
  • Paarbeziehungen auf der Bühne des 20. und 21. Jahrhunderts, veranstaltet durch die Pädagogische Hochschule Krakau in Kooperation mit der TU Dortmund, 2019
  • Krieg in der Literatur, Literatur im Krieg. Tagung der Schlesischen Universität Katowice/Sosnowiec. Besucher der Tagung und des Instituts für germanische Philologie in Sosnowiec, Veranstaltung eines Seminars zum Thema „Kreatives Schreiben als Experiment im wissenschaftlichen Alltag“, 2018
  • „Poetus Literarus“. Heinrich Böll zum 100. Geburtstag, veranstaltet durch die Schlesische Universität Katowice/Sosnowiec in Zusammenarbeit mit u.a. der Heinrich-Böll-Stiftung e.V., 2017
  • Die Zukunft der Wissensspeicher, veranstaltet durch das Wissenschaftsforum der Universität Konstanz und die Gerda Henkel Stiftung in Düsseldorf, 2015

Seminare

  • Deutschsprachige Literatur nach 1945
  • Zeitgenössisches Erzählen
  • Kreatives Schreiben

Weiteres

  • Richeza-Preis des Landes Nordrhein-Westfalen für herausragende Verdienste um die deutsch-polnische Verständigung mit dem Projekt „Frei zu sein, heißt, frei zu singen – politische Lieder gestern und heute in Polen, der DDR und in der Bundesrepublik“ – in Zusammenarbeit mit Matthias Bickenbach (Köln) und Renata Dampc-Jarosz (Katowice/Sosnowiec, PL)

Kontakt

Clemens Fuhrbach
Remscheider Str. 87
51103 Köln
Deutschland

+49 178 / 238 66 28
mail@clemensfuhrbach.com

Über diese Seite

Du bist auf der Website von Clemens Fuhrbach. Der Autor und Musiker lebt und arbeitet in Köln. Nach dem Studium der Fächer Deutsch und Geschichte an der Universität zu Köln legte er das Zweite Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen ab. Seine Dissertation beschäftigt sich mit Fragen der kommunikativen Rationalität und der diskursiven Ethik. Am Beispiel der polyphonen Autorschaft bei ›Heinrich Böll‹ zeigt die Studie, wie eine demokratische Politik der Sprache funktioniert. Die literarische Pluralität ist zudem das zentrale Kennzeichen einer Ästhetik der Polyphonie. Aktuell arbeitet Fuhrbach zu identitären Narrativen in der Gegenwart.