Schlagwort ›Lyrik‹

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Heute war ein guter Tag /
Punkt.
.

Lange her;
.-
und nicht gesehen

Familie ist ja
eine
sehr spezielle
Angelegenheit.
Die üblichen
rationalen
Denkmuster
greifen da nicht.

Wohlwollend
im Alltag einstudiert
und dann im
entscheidenden
Moment
Bluescreen [Windows-Kind, CF]. Und jetzt
kommt man
trotzdem
zusammen

*Passage gestrichen*
[Anm. CF: Passage intim]
.

Das ist auch
Familie
man versucht es
immer
und
immer
wieder
.

Quasi
professionell
.

Irgendwie
ist das schön
deshalb -:
sitzen sie
mittendrin
ICH
du
WiR
alle
zusammen

& reden
nicht immer
flüssig …
nach all den Jahren
verlernt man
gemeinsame
Sprache
nie aber
das Sprechen
auch wenn
manches noch
wehtut
vielleicht sogar immer
aber man
übt sich
mehr
als
provisorisch
gemeinsam
das Leben
und wo gehobelt …
Blut ist dicker
nicht artig
aber heute “einzig”
spricht das Genie
#unikal
[Anm. CF: Hat jetzt auch #Twitter und #Insta]

Nachwort (glücklich):
Ich brauch das alles heute nicht.
Ich war im Reallife.
Analog.
Krass.
Und.
Gut.

#yes .

Der Blick geht geradeaus
.
Gestern. Studio & Kabel
Einmal im Jahr
Oder in zweien
Muss das sein
Kabel prüfen
Neu verlegen
Und das System
Weiter entwickeln
Dinge verändern
Vielleicht
– perfektionieren

Heute heißt das
Alles einen Schritt zurück
Als nächste Strecke
Auf dem Weg
Durch den – Nieselregen
Den Blick nach vorn
„Heute wird es nicht mehr hell“
(Quelle: Radio)

Morgen.

…ganz sicher.

Sicher? /

/ Ja.

– / Wirklich

#straßengedicht #gedichte #clefu #kalk#urbanpoetry #streetpoetry

06. Januar 2019

Aus den letzten Stunden des Tages –
Straßengedicht

Kalk
Kapelle
Straßenbahn
Linie 1
Statt 9
Andere Taktung?
Neuer Fahrplan…
2019
Sonntag!
ClickClickDecker
Hier fährt der richtige Zeitpunkt
Zitat im Original anders
Gleich Rudolfplatz
Dann zu Fuß weiter
Die Schuhe sind gezeichnet
Von Silvester
Roter Schnaps
Auf weißem Grund
Na…
Schön war’s
Mit Feuer
Feuerwerk
Irgendwo
In Otterlo
Lachsboys
Freunde
Freuen sich
Gemeinsam

In der Bahn
Werde ganz melancholisch
Kettcar
48 Stunden
Gestern
Heute
Morgen
Mein Herz ist immer
Halbvoll
Nie leer
Das ist das Gute
An der Geschichte
Die sich Leben nennt
Love A
Love Music
Meine Welt
Die Inhalte
Die Überschrift
Keine Ahnung
Aber mein Herz schlägt
Für Drama
Und Sucht
Extreme
Nacht
Bohemian
Stadt-po
Eise
Das Kino geht weiter
Ich lebe noch
2019
Ich atme deine Luft
Und bin unbestimmt
Glücklich.

#köln #kalk #kvb #olé #olé #strassenpoesie #straßenpoesie
#straßenbahn #poetry #poetry #gedichte#urbanlife #stadtleben #wozuwozu #werbinich #aufjedenfallnichtdu #werdasliestistdoof

 

Video

Original


Abschrift

1 | Außer Kontrolle

2 | Fühle mich nüchtern
wie lange nicht
ENTGIFTEN ist das
Programm nach Silvester

3| Das war mal eine
coole Band in den
2000ern, aber ohne
Hit und Erfolg
-> ein Schritt vor?
i. d. Abgrund fällt nur
wer sich vorher
nicht in Luft
auflöst
[vielleicht sing sie
noch solo
Memo an mich:
später googeln]

4 | Nüchtern betrachtet
ist es längst nicht mehr
1995 – mein Handy heißt
Smartphone und braucht
gar kein Modem . Kabel
natürlich auch keins
[-> Doch! Zum Laden (noch!!!)]
mein Handy heißt jetzt S8
das alte war so nüchtern, dass
es keinen Strom mehr vertragen
hat.

*** An dieser Stelle hat der Schreibende das Blatt gewendet. Man stelle sich dies hier analog vor. ***

5 | Niemand sagt, dass ein Gedicht einen Sinn braucht
– ein Leben aber schon. Brauchen wir beide… uns?
Na klar. Aber niemand sagt, dass man ein
Gedicht nur von oben nach unten schreibt.
Zettel und Display kann man ja wenden. Ganz einfach
und denken tut man sowieso meistens quer
und zu hoch im Format, dass am Af Anfang
das Ende steht, aber noch nicht. Es ist nicht
1995, ich vermisse so einiges von früher, bin aber
„not dead yet“ – nur halt digital, geteilt oder gespalten
vielleicht auch zerrissen. Ich suche gleich mal das Kabel…

*** Erneut wird an dieser Stelle das Blatt gewendet (ohne aber die Seite zu verlassen!). ***

7 | …um die digitale Hälfte zu laden

Dem aufmerksamen Leser ist nicht verborgen geblieben, dass in meiner Liste ein Nummer 6 fehlt. Ich habe daher die Silvester-Rakete damit nachträglich markiert (nicht auf dem Foto). Man stelle sich das Bild hier anstelle der 6 vor.  Auf dem Bild stelle man sich die 6 neben der Rakete vor. 

 

Dialogische Performanz

Aus ist dein Urlaub und die Laut‘ zerschlagen,
Nachts aus der stillen Stadt nun mußt du gehen,
Die Wetterfahnen nur im Wind sich drehen,
Dein Tritt verhallt, mag niemand nach dir fragen.

Ich bin auf dem Weg zurück ins Büro.
Müde und verschlafen fahre ich in die Stadt.
Mein Akku ist leer. Keine Musik.
Mit Muskelkater laufe ich eilig zur Arbeit.

Doch draußen waldwärts, wo du herstammst, ragen
Die Zinnen noch der goldnen Burg, es gehen
Die Wachen schildernd auf dem Wall, das Wehen
Der Nacht bringt ihren Ruf in’s Land getragen.

Man erwartet mich schon, was mich „rettet“, denn
ich trage keine Schlüssel mehr bei mir.
Raum, Zeiterfassung – geradeso pünktlich
Heute werde ich kündigen. Endlich.

Der Engel dort mit seinem flamm’nden Degen
Steht blankgerüstet noch, das Tor zu hüten,
Und wird dich mit den ernsten Blicken messen,

Der Hacker wartet schon auf seine Chance
Braucht keinen Schlüssel, fragt sich leise durch
und sagt: „Ich sehe was, was du nicht siehst!“

Die manches Herze schon zu Asche glühten;
Hast du Parol‘ und Feldgeschrei vergessen:
Weh! wo nun willst dein müdes Haupt hinlegen?

Die Kohle zerreist mich. Der Staub sitzt tief in der Lunge
   ich bleibe…
Der Hacker sieht mich und wundert sich
Ich hoffe auf Hilfe durch einen Trojaner.

 

Ursprüngliche Performanz

Aus ist dein Urlaub und die Laut‘ zerschlagen,
[Ich bin auf dem Weg zurück ins Büro.]
Nachts aus der stillen Stadt nun mußt du gehen,
[Müde und verschlafen fahre ich in die Stadt.]
Die Wetterfahnen nur im Wind sich drehen,
[Mein Akku ist leer. Keine Musik.]
Dein Tritt verhallt, mag niemand nach dir fragen.
[Mit Muskelkater laufe ich eilig zur Arbeit.]

Doch draußen waldwärts, wo du herstammst, ragen
[Man erwartet mich schon, was mich „rettet“, denn]
Die Zinnen noch der goldnen Burg, es gehen
[ich trage keine Schlüssel mehr bei mir.]
Die Wachen schildernd auf dem Wall, das Wehen
[Raum, Zeiterfassung – geradeso pünktlich]
Der Nacht bringt ihren Ruf in’s Land getragen.
[Heute werde ich kündigen. Endlich.]

Der Engel dort mit seinem flamm’nden Degen
[Der Hacker wartet schon auf seine Chance]
Steht blankgerüstet noch, das Tor zu hüten,
[Braucht keinen Schlüssel, fragt sich leise durch]
Und wird dich mit den ernsten Blicken messen,
[und sagt: „Ich sehe was, was du nicht siehst!“]

Die manches Herze schon zu Asche glühten;
[Die Kohle zerreist mich. Der Staub sitzt tief in der Lunge.]
[   ich bleibe…]
Hast du Parol‘ und Feldgeschrei vergessen:
[Der Hacker sieht mich und wundert sich]
Weh! wo nun willst dein müdes Haupt hinlegen?
[Ich hoffe auf Hilfe durch einen Trojaner.]

[Nacht, dunkle Straße. Abseits der Elektrizität. Irgendwann im September. Laub, Wind – leichter Nieselregen. Mann in zerrissenen Frauenkleidern spricht auswendig und zu sich selbst.]

Lustig auf den Kopf, mein Liebchen,1 [- bleib ruhig auf dem Boden, Junge.]
Stell‘ dich, [– Nein –] in die Luft die Bein‘! [Nein, heißt nicht das Gegenteil!]
Heißa! [- dann verbrennst Du Dich!]
ich will [nicht] sein dein Bübchen, [NEIN, mich verbrennst Du nicht.]
[„]Heute Nacht soll Hochzeit sein![“ , sagte er und fiel in den Graben.]

[Tagesanbruch. Jemand tritt auf und weckt die Stimme, die sogleich wieder zu sich redet.]

Wenn du Shakespear kannst vertragen, [kann ich besser als das Leben Du…]
O du liebe Unschuld du! [Erklär mir diese Kategorie an Dir.]
Wirst du mich wohl auch ertragen [Ist das schon ein Teil von ihr?]
Und noch Jedermann dazu. – [Ertrag Dich selbst, du armer Kerl.]

[Jemand schaltet eine Lampe an. Schaut langsam in die Dunkelheit des Zimmers. Langsam, ernüchtert beginnt eine trockene Stimme.]

[An sich bin ich weder gut noch schlecht; Dein Denken macht mich erst dazu und bleibt mein Gefängnis.]

[Licht aus. Ab.]

Anmerkungen

  1. Eichendorff

Ich habe 2 Hörner
Ich bin gar kein Einhorn1

Anmerkungen

  1. Reingefallen! Ich habe diesen Text nur geschrieben, um dich zu veräppeln und weil gerade alle Welt meint, überall Einhörner zu sehen. Woher der Drang danach kommt, auf der pinken Welle zu surfen – ich weiß es wirklich nicht. Aber es ist kindisch, absurd, ja – vielleicht ein wenig witzig. Aber es ist ein Herdenkomplex der globalen Masse, die ihre Verantwortung für das Tier verweigert, an den Wolf und die Großmutter glaubt. Glaubt; nur, um auf den Prinzen warten zu können, um ihn als Biest zu verachten und um schließlich die  Rechtsschutzversicherung anzurufen, um das Widerrufsrecht einzuklagen. Gott, werd‘ endlich erwachsen, werd‘ Mensch und steh‘ auf zwei Beinen. Lauf selbst und hoff nicht darauf, von vieren getragen zu werden! Und wenn du wen triffst, auf Augenhöhe – gründet eine Laufgruppe.

Foto clementines world

clementines world | HEY . LOW | Foto © 2018 by Tine Hutzel

HEY . LOW

Hier steht der Text1
EINFACH ANFANGEN
„Los! Los…“, rufen die Kinder vom Hinterhof
Ich überlege noch…
Warum eigentlich
Bin kein Kind mehr!
Noch nicht so alt
Schon zu erwachsen
um erwachsen zu sein
Niemand sollte
– je ganz erwachsen werden
[müssen]
und sein…

Wir treffen uns und
warum eigentlich?
warum eigentlich nicht!
wir sind Zwei
Eins und Eins
wir sind viele
sind eins
und
1

Wir sind Zwei
wir machen Fotos
…und schreiben dazu
ein oder zwei Mal
im Monat
wie jetzt
HIER
und: heute
wir sind
Trrrrommelwirbel
zack . bumm
Tadaaa!
clementines . world
komm vorbei
und schau einfach
und uns dabei zu
wir machen die Welt
wie sie passiert
Du machst sie auch
fang‘ einfach an
mach mit
und mach auch
so wie wir

* Jetzt sind wir da! *

ich – du – wir

Beide
& alle
.

***

Anmerkungen

  1. Zuerst veröffentlicht auf https://clementines.world/2018/07/18, Foto © 2018 by Tine Hutzel

HIER KÖNNTE IHRE WERBUNG STEHEN?
 NEIN, DA STEHT JA SCHON ANDREAS!

Wir sind zwei oder drei.
Manchmal vier.

Wir sind zusammen
 Ich und Wir
 und eins noch:

 WIR SIND DIE GUTEN

 

***

Wir haben gestern –
 im Eifer des Gefechts

  (ich wurde heute
für einen Soldaten
gehalten,
   das zweite Mal
seit 2006!)

   – gleich drei gute Fotos gemacht.

   Das ist überhaupt nicht redundant.
Das ist das Leben.

Es folgt: Gebrauchslyrik.

Heute ist noch nicht vorbei 
Morgen ist Feiertag
Freitag ist Konzert
Samstag ist Fußball
Sonntag ist…
…die Woche zu Ende!

 

***
Dieser Text ist ein Echo.

8. Mai 2018

Wir sind die Guten

Zwei tapfere Gestalten,
 manchmal auch drei oder vier
 nur Einer schafft es so
 zum ganzen Wir.

     Bald ist’s so weit!

          Noch zwei Stunden
          Zwei Stunden nur
           dann sitzen wir
           zusammen und reden
            und schauen uns an
            und sind alle ganz da
            und ganz wirklich.

        Im Hier. Jetzt!
        VOLLKOMMEN, analog.

     ***
     Wir sind die Guten

     Wir treffen uns
      um uns wieder zu treffen
      um uns wieder zu sehen
      um uns wieder davon zu erzählen
      um uns so zu genügen
      um uns daran zu erinnern
      um neue Wege zu gehen
      um wieder zu stehen
      um uns zu fühlen, zu lachen,
      um Hände zu halten – und zu tanzen!
       und zu springen! Bis der Puls heftig schlägt
       und das Blut eifrig fließt
           bis unter die Haut.

     Wir sind die Guten
        wir sind
        zwei junge Wilde
        inmitten der Herde
        die gesunde Komplikation
        des stärkeren Lebens
         ganze
         und doch so fragile
         durch alle Fehler hindurch
         reine Existenz.

Wir sind alles
 seit gestern
 schon heute
 für morgen!