Jeden ganzen Meter (Artwork)

JEDEN GANZEN METER

LYRISCH. BESCHEIDEN. VERTRÄUMT.

EIN GUTES JAHR

+DAS THEMA IST LIEBE

VIRGINIA

+DIE ZERSTÖRUNG DES ICH DURCH DAS ICH

PARIS

+FAST UNENDLICH

BEDINGUNGSLOS

+FAST UNENDLICH

GLÜCK

+ALLES AUF ROT

ADIEU

+WEISST DU NOCH

JEDEN GANZEN METER

+DU BIST IMMER NOCH SEHR SCHÖN

ES IST NICHT VORBEI

+ÜBER TRADITION

KETTCAR, IM TAXI WEINEN

+WEIL DIE SONNE AUFGEHT

KANADA

+ENTWICKLUNG BLEIBT SEHNSUCHT

VIRINIA PIANO VERSION

+MEIN KIND KÜSST DIE REVOLUTION

PARIS PIANO VERSION

+WENN WIR STILLSTEHEN

Jeden ganzen Meter (Artwork)

Jeden ganzen Meter

lyrisch. bescheiden. verträumt.

Wir waren fast unendlich / wir waren kurz vor dem Zenit / wann hat der Verfall begonnen / wann kommt wer wo nicht mehr mit?

Album 2016/2017 – Jeden ganzen Meter stellt sich in eine Tradition, erklärt meine musikalische Sozialisation und Entwicklung und es formuliert mein Programm des Glaubens an den guten Augenblick und daran, dass harmonische Gesellschaft gelingen kann, und, dass zwei Menschen, die zueinanderfinden ein hoher Wert sind, für den es sich zu kämpfen lohnt und den man verteidigen muss.

Tracks

1. Ein gutes Jahr
2. Virginia
3. Paris
4. Bedingungslos
5. Glück
6. Adieu
7. Jeden ganzen Meter
8. Es ist nicht vorbei
9. Kettcar, Im Taxi weinen
10. Kanada
11. Virginia Piano Version
12. Paris Piano Version

Alle Tracks sind mit dem jeweiligen Songtext verlinkt.

Du bist immer noch sehr schön – in meinen Augen. Ich mag in Deinen Augen das Alter gerne sehen

Jeden ganzen Meter würde ich noch mal gehen auf dem Weg, sich selbst zu versuchen, um etwas zu finden, das einen nicht immer sofort zum glücklichen Menschen macht, aber einen dauerhaft bergauf zurück zum Glück führt. Entwicklung kostet den Prozess der Erfahrung, der nur dadurch ein schöner wird, wenn er ein gemeinsamer ist und bleibt – im Gelingen und Scheitern.

Jeden ganzen Meter (Inlay)

Aus der Entstehung

Es ist die Paradoxie echter Avantgarde, dass sie im Voranschreiten und entdecken des Neuen trotzdem mit ihrer Tradition im Kontakt steht.

Dieses Album entstammt einer sehr persönlichen Entwicklung und ist zugleich als respektvolle Anerkennung derer, die vor einem da waren, der Versuch einer Aufarbeitung eigener Prägung und Suche des Eigenen. Niemand, nicht mal das Genie, kommt aus dem Nichts. Und doch erscheint es manchmal so, als wäre eine Schöpfung völlig ursprünglich und unerhört. Doch ist das mehr als bloße Illusion? Auch dies ist schließlich das Ergebnis einer Transformation des Gegebenen.

Die Bedeutung von Sprache und dem Anderen

Ich knüpfe an Bestehendes an. Das zu leugnen wäre quatsch. Zu glauben, die Collage der fremden Aussagen könne sich nicht in eine neue fügen aber ebenso. Die neue Aussage ist ein eigenes Programm, das sich sprachlich und inhaltlich zeigt. Ich bin Romantiker und es fällt sehr schnell auf: Ich folge der Politik der Versöhnung des Ich mit dem Du und der Welt. Dazu stelle ich mich der Verschiedenheit als Gleichheit. Aus dieser Spannung erfahre ich Fremdheit in der Arbeit durch Sprache. Sprechen ist mehr als bloßer Austausch von Worten und Sprache. Jeder spricht anders, weil die Worte jedem selbst etwas bedeuten. In der Suche nach eigenem Ausdruck im Miteinander geht es daher um Vermittlung des Eigenen im Verständnis des Anderen als Aussöhnung des Konflikts.

Im Verstehen begriffen, die eigentliche Aussage nicht treffen zu können, ist das Erkennen trotzdem sprechen zu können und zur Sprache zu finden das Resultat einer notwendigen Bescheidenheit im Umgang mit Leben und Welt.

Durch die Produktion

Entscheidung zur Reproduzierbarkeit

Ich wollte mal eine „richtige“ Platte machen und musste dafür viele Schritt in der Produktion von Musik lernen. Ich habe viele Stunden Demos produziert und Aufnehmen geübt. Damit bin ich schließlich auf einen Standard und einen Sound gekommen, der mir gefällt, der zu mir passt und der gleichzeitig nicht mehr ist, als ein Zwischenstand und das, was mir eben durch meinen Weg möglich ist.

Seit den Anfängen mit der Band, also ganz früh schon wollte ich selber Musik machen und Entscheidungen treffen. Das war rückblickend eine sehr naive Entscheidung und ich weiß gar nicht, ob es wirklich eine bewusst getroffene war. Dennoch war diese emotionale Führung aus heutiger Perspektive intuitiv der richtige Weg, weil es mich näher zu Aussage und Werk bringt.

Meine Musik ist in diesem Album vollständig und nur durch meine Hände und Ohren gegangen. Das hat man so nicht oft, das ist auch mutig, weil Spezialisten Dinge besser können. Schließlich ist mit dem Abschluss des Albums ein Zeitpunkt erreicht, der für mich einen vom Zweifel begleiteten Abschnitt beendet und an dessen Ende ich mich im Selbstverständnis als Musiker und Songwriter und als produzierenden Künstler erkenne.

Wer frühere Aufnahmen kennt, weiß, dass ich immer wieder mit Synthies und anderen Instrumenten getüftelt habe und auch dieses Mal musste ich mir vor allem eines immer wieder sagen: Du musst weniger machen. So wie Du es machst, wird es vielleicht keine komplizierte Symphonie, aber es ist so, wie Du es machen kannst und es wird besser, je weniger es wird. Es ist so, wie zu Dir passt. Und es ist so, wie Du es machen willst.

Einfaches Rezept mit komplexer Wendung

Gesang – A-Gitarre – E-Gitarre – Bass – Tasten – Drums – das ist die Basis, auf die ich mich bei der Produktion meiner Songs konzentriert habe. Im ständigen Spiel und Entdecken des Neuen, musste ich feststellen, lernen und verstehen: ein guter Song ist nicht von allem zu viel, sondern weniger als alles und gerade dadurch genug. Komposition ist die Frage des ständigen Findens einer harmonischen Balance – was mal besser gelingt und mal schlechter. Es ist eine Tätigkeit als dauerhafte Übung am Eigenen und deshalb bleibt man im Produktionsprozess nur drei Dingen gegenüber verpflichtet: dem Song, seiner Aussage und v.a. sich selbst als Mensch.

Man muss die Suppe nicht erst erfinden, um zu kochen. Und man kann aus einer Kartoffel viele verschiedene Suppen kochen, die alle gut schmecken.

Die Kunst, durch Erfahrung zu lernen, sich selbst nicht zu überfordern, sich nicht zu überschätzen und sich gleichzeitig gänzlich der eigenen Idee hinzugeben und sich dennoch nicht im Song zu verlieren, das zwingt einen in eine Grenzerfahrung. Das Album ist das Ergebnis dieser Auseinandersetzung eines Einzelnen und richtet sich gleichzeitig an ein Publikum der Einzelnen und der Gesellschaft. Man sollte die Platte vollständig durchhören. Dazu ist sie gemacht. Natürlich sind nicht nur Kracher auf so einem Album: Da sind auch Songs bei, die wichtig für das Ganze in seiner Entstehung sind oder an ihrer Position einen Effekt erzielen und so eine Wirkung im Gesamten entfalten.

Vertrieb

Alle Tracks eingespielt, aufgenommen und produziert in der Vorstadt.

ISRC: DEPE1 16 00002 – DEPE1 16 00013; DEPE1 16 00014 (Paris Video);
Label: Vorstadt LC29009
VÖ: 06.12.2016
UPC: 888174195735 (online)
EAN: 4260387620161 (Digipak)

© 2016/2017 Clemens Fuhrbach | clemensfuhrbach.com #clefu
Entwickelt in der Vorstadt ////