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Foto HNY

HNY

Da ist das neue Jahr / das gestern noch nur Zukunft war /
Ist jetzt schon alt / wie meine Schuhe / tragen mich noch gut /
Durch Buchforst / frühst um 6 / in Stille / dunkelblau / 
 zwischen kaltem Feuerwerk vermisse ich die Vögel
Kein Kiosk, kein Bäcker – keine Hundebesitzer
Ausgestorben ist der Weg / über die Brücke /
 nur unten fahren Autos im offensichtlich ewigen Fluss
  in alle Richtung / nur entgegengesetzt 
  gehe gegen die Einbahnstraße / ins Scheinwerferlicht / 
  Kapuze / Blick gesenkt / in Gedanken / Musik / 

Die Nacht ist längst schon Morgen / doch es ist
  als wolle sich die neue Zeit / Erfahrung aus der alten borgen

Für ein paar Stunden / nur / steh‘ oben / auf dem Berg /
Seh‘ Licht und Schatten / ein paar Häuser / keins im Innenhof / Stille (auch hier) / 
 dringt durch die Fenster / höre das Atmen /
wie der Bauch sich bewegt / 

 das laute Schweigen / wie es aus der Zeit sich erhebt / und alles ist gut / 
 wie man lebt und man liebt / und liebt wie man’s tut / im Guten / im Schlechten / 
 Positiv nie in Gefahr / weil Negativ der Ansporn bleibt / das Bild zu entwickeln

     Nicht nur Sand fließt 
       stur nach unten     

Doch ich hüpfe oben / wie ein kleines Kind / nicht trotzig / selbst / bestimmt / Ich / schreie lauthals / lachenderweise /
 und dann: schlafen wir uns gemeinsam an / ganz in Ruhe / sind endlich voll da / zweitausend die Zeit / achtzehn das Jahr 

Und wieder / und kommt / und geht – / und gefühlt / – nur ein Morgen / das Land / wie die Leute / das Ich / und das Selbst / das Du mit mir ist / persönlich es schafft / sich etwas von gestern für heute zu borgen / und es macht / wie das Kind / wenn es oben auf spielt / und die Zeit / und der Sand / nur in alle / und eine Richtung / verrinnt / – / und das ist / dann / – willkommen / – / – im Jetzt. //

Foto Freunde

Freunde

Foto FreundeSuppe gekocht ✅
Krautsalat gemacht ✅
Kartoffelpürree angesetzt ✅
Brathähnchen eingerieben ✅
Arbeiten
 noch etwas
Fitnesstudio
 dann
Kiosk
 vielleicht
Belohnungsbier (?)
 vielleicht!
Ofen
 an
Dusche
Warten auf S.***

 Und dann:
 ist auf einmal
 wieder alles gut.

  [ Notiz ]
    Blutdruck 
    120 / 70 
    gefühlt
     nicht
      gemessen.
  [ Ende ]

Denken an 
        L.

___


Geteilt mit der Öffentlichkeit:
    Weihnachtsessen verpasst.
    Leider. Trauer mächtig.
    Bier –
    verzapft!
    Terrasse
    Hopfenpool
    Heute:
    kleine Version.
    Alles kleiner.
    Außer die Freundschaft.
    Die ist groß.

Foto Morgen, Kinder - auch die Alten

Morgen, Kinder – auch die Alten

Zu Weihnachten, da gibt’s Geschenke
und auch manche Schnapsgetränke
nicht für Kinder, ganz gewiss
die trinken nur die Reste
weg vom Tisch

So schlafen alle munter ein
kommt einer leise wach herein
durch den Schornstein
mit viel Wunder
ein Sack dabei, ganz voll
– alles, nur kein Plunder

Unter’m Christbaum sammeln sich
nachts für alle Schlafenden
die wach geworden, nicht vergessen!
die Reste noch vom Abend essen

Und plötzlich steht ein jeder da
als wär der Heiland doch noch wahr
denn da liegen Kisten mit viel Liebe
eingepackt für’s Herzgetriebe
– auch die Alten fühlen das
den ewig jungen Kinderspaß

So startet dann der Tag noch jung
mit Familienfreudenwunderung.

Foto DEINE VORSTADT - IMMER WIEDER ALTE LIEDER

Graffiti

Deine Vorstadt – Immer wieder alte Lieder – 4 – Graffiti (11:47)

Clemens Fuhrbach – Graffiti (Akustik-Version, Solo)

Text

Du sagst: „Ich bin falsch verbunden.“
Doch das fühlt sich anders an
Ich kann Dir nur sagen
Was ich wirklich sehen kann

Hab Deine Stimme noch im Ohr
Doch ich höre nichts weiter
Komm‘ hier nicht weg
Brauche Dich als Begleiter

Vor mir die Mauer
Hinter mir nichts
Räuberleiter geht nicht
Ich warte, dass Du sprichst

Ich weiß nicht wo ich bin
Ich weiß nicht mehr wohin

Ich bin in die Sackgasse gerannt
Ich stehe mitten vor der Wand
Ich hab Dein Graffiti nicht erkannt
Und bin doch sonst so selten hilflos

Rette mich wer kann
Ich kann mich nicht mehr entscheiden
Soll ich noch warten
Oder besser hier bleiben

Stillstand ist das
Was wir beide immer wollten
Doch nicht wenn wir getrennt sind
Und nicht wenn wir nicht wollten

Vor mir die Mauer
Hinter mir nichts
Räuberleiter geht nicht
Ich warte, dass Du sprichst

Ich weiß nicht wo ich bin
Ich weiß nicht mehr wohin

Ich bin in die Sackgasse gerannt
Ich stehe mitten vor der Wand
Ich hab Dein Graffiti nicht erkannt
Und bin doch sonst so selten hilflos

 

Erschienen auf

Deine Vorstadt – Immer wieder alte LiederFoto DEINE VORSTADT - IMMER WIEDER ALTE LIEDER

Clemens Fuhrbach – Graffiti (Akustik-Version, Solo)

Foto DEINE VORSTADT - IMMER WIEDER ALTE LIEDER

Keine Ahnung

Deine Vorstadt – Immer wieder alte Lieder – 3 – Keine Ahnung (7:26)

Text

Ich habe letzte Nacht gedacht
Dass man so etwas nicht tut
Das Gift ist der Verdacht
Du hast das Feuer entfacht

Viel zu schnell, kam längst zu spät
Nicht zu ändern, was nicht geht
Eine Frage, wo man steht
Sich zu lieben, ganz konkret

Du hast, du hast, du hast mich nicht verdient

Du glaubst ich habe keine Ahnung
Doch ich habe Dich gesehen
Halt mich bitte nicht für dumm
Denn das ist das Problem

Nicht zu ändern, was nicht geht
Wie man es wendet und dreht
Nicht zu lieben, was vergeht
Wenn die Rechnung offen steht

Du hast, du hast, du hast mich nicht verdient

Du glaubst ich habe keine Ahnung
Doch ich habe Dich gesehen
Halt mich bitte nicht für dumm
Denn das ist das Problem

Du hast, du hast, du hast mich nicht verdient
Du hast, du hast, du hast mich nicht verdient
Du hast, du hast, du hast mich nicht verdient
Du hast, du hast, du hast mich nicht verdient

Du glaubst ich habe keine Ahnung
Doch ich habe Dich gesehen
(Glaubst Du ich hab keine Ahnung)
Halt mich bitte nicht für dumm
Denn das ist das Problem

Du glaubst ich habe keine Ahnung
Doch ich habe Dich gesehen
Halt mich bitte nicht für dumm
Denn Du bist Dein Problem

Erschienen auf

Deine Vorstadt – Immer wieder alte LiederFoto DEINE VORSTADT - IMMER WIEDER ALTE LIEDER

Foto DEINE VORSTADT - IMMER WIEDER ALTE LIEDER

Küche

Deine Vorstadt – Immer wieder alte Lieder – 2 – Küche (3:25)

Text

Es ist jetzt fast fünf Stunden her
doch die Erinnerung ist jetzt schon nicht mehr klar
ich weiß auch überhaupt nicht mehr
warum die Polizei bei uns war

Im Wohnzimmer fehlt mein Kassettendeck
die Gäste von gestern fast alle weg
auf dem Sofa schlafen Stefan und Jan
ich weck sie auf, weil ich noch singen kann

Wir singen eins von unseren alten Liedern
und die Nachbarn sehen uns immer wieder

In der Küche tanzen

Wir singen eins von unseren alten Liedern
und die Nachbarn sehen uns immer wieder tanzen
immer wieder, immer wieder
in der Küche tanzen

Der Kioskmann reibt sich die Augen
weil wir morgens früh hart an uns glauben
holen Kippen und Bier, wollen die Stimme schmieren
wollen a capella durch unser Mixtape führen

Singen eins von unseren alten Liedern
die Nachbarn sehen uns immer wieder

In der Küche tanzen

Wir singen eins von unseren alten Liedern
und die Nachbarn sehen uns immer wieder
tanzen, immer wieder, immer wieder
in der Küche tanzen

Erschienen auf

Deine Vorstadt – Immer wieder alte LiederFoto DEINE VORSTADT - IMMER WIEDER ALTE LIEDER

Bild Die Lichter gehen an

Die Lichter gehen an

Bild Die Lichter gehen an
Die Lichter gehen an
Die Lichter gehen aus
Die Lichter gehen an
Die Lichter gehen aus
Die Lichter gehen an
Die Lichter gehen aus
Der Vorhang fällt
Das wars!
Das wars?
Und dann?
Die Lichter gehen
Pessimisten sagen: Aus
Optimisten sagen: An
Doch ist nicht der die Frage stellt
Der die Antwort in den Händen hält
Also warum fragen ohne Sinn?
Warum nicht?
Schließlich gehn‘ die Lichter an
Nur manchmal schweigt das Licht.

Zeichnung Keine Stunde später

Keine Stunde später

Zeichnung Keine Stunde später

Ich bekomme einen Anruf. / “Keine Stunde später”, / heißt es aus der unsichtbaren Leitung. / Ich denke an Führung / des Wortes wegen / allein erkenne sie nicht. / Finde Hysterie. / Empfinde Ekel. / Übe Selbstkritik vor der Entgleisung und stelle mir vor, / ich könnte den Drahtseilakt:

– / – ohne Sicherheit – / – ohne Netz – / – ohne Fall – / / –

*** frei schwebend ***

Es klingelt . .. . / schon wieder / hebe ab. / “Keine Stunde später”, / heißt es aus der Leitung und ich möchte dieses Mal etwas sagen / erbitten / fragen. / Ob / vielleicht / nur eine / und bekomme die Antwort akustisch / als negativ / Gespräch gekappt.

Ich erwäge den Rückruf / greife zum Hörer / mein Hals stockt / und ich höre mich atmen. / Versuche mit den Fingern zu wählen / die kurze / einfache / Tastenkombination “Rückruf” / doch der Finger versagt mir die Führung. / Lege die Hand ab. / Nüchtern.

Ich versuche es noch einmal mit der anderen Hand. / Gleiche Geschichte / nur etwas später. / Halte den Arm mit der anderen / und siehe da: / Es geht / aber langsam. / Ich erreiche die Tasten / Nummer unterdrückt? / Nummer unterdrückt.

Versuche es noch einmal / – über die Zentrale. / Vermittlung & / versuche zu sprechen, / doch die Stimme gibt es nicht her. / Bleibe stumm – / “Hallo?” / heißt es nach kurzer Begrüßung.

Formale Automatismen / sie greifen / denke ich keine Stunde später / gehe wieder an die Arbeit. / Stille Revolution? / Heute nicht.

Foto: Zwischen den Zeiten: Schuhe vom Konzert vor Aquarium (30. April 2012)

Zwischen den Zeiten: Schuhe vom Konzert vor Aquarium

Foto: Zwischen den Zeiten: Schuhe vom Konzert vor Aquarium (30. April 2012)

Es ging heute im 2. Teil des Tages theoretisch um „Öffentlichkeit“, nachdem ich sie im 1. Teil des Tages praktisch im Feldversuch erprobt hatte.
 
Die heutige Hannah-Arendt-Sekundärlektüre im theoretischen Teil hat mich zwar weniger geschafft, als der Einkauf beim Herrenausstatter, aber ich kann noch immer nicht schlafen und bin bei der Durchsicht durch alte Fotos zu folgender – später, wenngleich nicht weniger wichtiger – Erkenntnis gelangt, die ich nun im 3. Teil des Tages an die Öffentlichkeit (nach Arendt/H. Bajohr 2011 – nach bestem Wissen und Erinnern im Anschluss an die erste Lektüre – die „spontan emergente“ Form) trage:
 
Erkenntnis als Be-Ding-ung:
a) Ich hatte 2012 noch die original Schuhe vom original Konzert 2007, die ich bis heute vermisse. Ich vermisse euch wirklich – es war die erste wirklich große Liebe. #ichliebediesefarbe
 
b) Ich habe – was auf diesem Foto nicht, aber auf einem anderen im selben Ordner auf meiner Festplatte (Laufwerk F:) oder auch in der Cloud zu sehen ist – im gleichen Jahr mein Aquarium eingerichtet. Beides hätte ich der Empfindung nach nicht im selben Jahr vermutet.
 
c) a²+b²=c²
 
d) Nicht alles, was an die Öffentlichkeit gelangt, ist wichtig – noch weniger überdauert diese.

e) wie Ende.

p.s.: es wird wieder scharf geschossen. nehmt euch in Acht und achtet auf euch. #derPappi

 
Foto Schweigender Philosoph an einer Ampel

Schweigender Philosoph an einer Ampel

Foto Schweigender Philosoph an einer Ampel

1) Man sprach davon, er hätte schweigen sollen, um Philosoph zu bleiben. 

2) Andere sagten (als Opa), es sei keiner dümmer, als sein Geschwätz. 

3) In dem Text von heute stand, dass man, ohne zu sprechen, gar nicht ‚ist‘ – danach bin ich auf dem Flur in ein Gespräch verwickelt worden und musste feststellen: auch sprechend ‚ist‘ man nicht immer.

Daher stelle ich weiter fest:
In guter Gesellschaft ist keiner so dumm, sich zum schweigenden Philosophen zu bestimmen, sondern man spricht mit dem, der sinnhaft zum Hören und Verstehen sich dank seiner Leidenschaft und Empathie müht und Dich im eigenständigen Sprechen nicht nur bestätigt, sondern fordert.

4) M.a.W.: Egal wo Opa und Philosoph sich entsprechend heute noch treffen, ich wünsche ihnen eine ganz ehrlich gemeinte Unterhaltung, denn alles andere wäre verlorene Lebenszeit – dachte der Philosoph und sprach mit dem alten Mann an der Ampel.

5) Zusammenfassung: