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Foto Mit Dido (13. Februar 2019)

Foto Mit Dido (13. Februar 2019)

 

Mit Dido
.

Mitten in Buchforst
Hupt ein Auto
Zu Didos
Hurricanes
Mitten im Takt
An der Waldecker Straße
Durch die Kopfhörer
In meinen Kopf
Ich warte
Auf die KVB
Hier
Auf die ganze Welt
ab morgen wieder
#Globalisierung
Heute Fußball
Tottenham
Letzte Woche
In Dortmund
Zeitraffer
Stewies Reise
Durch die Maschine
Mit der Zeit
Bin eigentlich nicht so der Familientyp
Nerd vs. @Tocotronic
Roland Barthes
Fühle mich
Neutrum
Grenzüberschreitung
Morgen
Ich liebe diese Stimme
„I will be your safety“
Bitte!
Du mir so
Nahestehende Weiblichkeit
Die mir eigentlich fehlt
Grammatikalisch
Im Pass
Judith Butler
Denke an Holland
Ich brauche einen Künstlernamen!
Dido, Eminem oder einfach Jörg
Über den Rhein
Bald ist Karneval
Vorher Krakau
Der Vortrag wächst
Durch die Figur spreche ich
Durch mich selbst
Und enthülle die
Maskerade
Schüchtern aber
Bewusst
Behaupte ich
Ein Mann zu sein
Ohne Stereotypographie
Eher mit Anstand
Und großer Liebe für
Das Fremde
Die mir fehlt
Und sich heute
Dido nennt
Durch mich
Figur und Projektion
Der eigenen
Unvollkommenheit
Das ist ein Fakt
Tatsache
Stereotyp ›weiblich‹
In Worten: R-o-s-a
Aber eben
Nur die halbe Wahrheit
Oder ein Drittel
Falls die Welt gar nicht binär funktioniert
Ich bin am Neumarkt
Gleich Ehrenfeld
Alles neu
Alles Fußball
Ganz männlich
Denkste
Ich steige aus
Komme irgendwo an
Becks
Auch das schmeckt nicht männlich
Sondern nach Bier
Aber gut
Feierabend
Bald Krakau
Ich bin offensichtlich aufgeregt
Als Mann oder ›Mann‹
Oder Neutrum
Oder generisches Maskulinum
Ist eigentlich auch egal
Vielleicht einfach als Mensch
Der ein Hörspiel liebt
Weil es Figuren in Rollen presst
Die sie eigenständig als Grenze
Erkennen und
Überwinden
Ohne
Die Ambivalenz
Als Unsicherheit
Zu fürchten
Falls etwas schief läuft
#whiteflag
oder Taschentuch.

#strassengedicht #gebrauchslyrik #lyrik #gedichte #clefu #tocotronic #purevernunft #darfniemalssiegen #rolandesbarthes #krakau #koeln #cgn #dido #hurricanes #fussball #gender #butler #bier #queer #maskerade #alaaf @dido @Becks

Lekker Handball

.
Das Alter zieht einen Schlitten durch jedes Gesicht / manches verstellt es / uns aber nicht / zwei treue Gefährten / und noch ein paar mehr / am Ende des Tunnels / es ist nicht so / als ob da nicht noch Platz für / Weitere wär / .

Man muss mal neue Dinge versuchen / wir waren zusammen / beim Damenhandball / mitten auf St. Pauli / am Rand / in einer warmen / fensterlosen / Sporthalle / schön war’s / … / und queer . /

.
Wir brauchen mehr davon / ich spreche / für alle / und auch / für mich / . / Selbstredend / .

#strassengedicht
#streetpoetry
#poetryisnotdead
#poetryisnotdead
#lyrik
#gedichte
#hamburg
#handball
#stpauli
#horstundwilli
#clefu

27. Januar 2019

Hamburg .

So, das war Hamburg.

Das Wetter ist immer noch intensiv, aber mild. Die Bars sind noch laut wie Kriege, obwohl ich den Terminus unpassend finde. Ich habe trotz gutem Angebot mit niemandem geschlafen. Es wird noch oder wieder geraucht. Klamotten stinken. Aber gut. Wir haben immer ein Haar in der Suppe. Da ist es besser einfach mal die Kirche im Storch zu lassen. Oder so ähnlich. Das System funktioniert noch nicht wieder richtig. Ist aber gerade gut so. /

Freunde besuchen führt zu schönen Geschichten. Die kann man nicht schreiben wie man sie lebt. Das ist passiert. Aber ich mache mir mal ein paar Stichworte. Kann ja nichts schaden. /

Außerdem ist es zum Lesen noch immer zu dunkel. /

***

Konservativ gesprochen.

#strassengedicht #gebrauchslyrik #lyrik #gedichte #clefu #hamburg #reeperbahn #kiez #freunde #freundschaft #poetry

25. Januar 2019

Lesen
.

1 | Ich musste meine Lektüre vor etwa einer Stunde einstellen / mein Buch hat keine Hintergrundbeleuchtung / ein bisschen schade / hätte gern noch zehn oder fünfzehn / langsame Seiten / gemächlich auf dem Weg nach Hamburg / mal wieder / & endlich / – / gegenüber geht es derweil / gerade erst los / das ist die Digitalisierung / live und in Farbe / lesen digital / Menschheit / heute.

2 | Noch zwei Stunden / noch eine / was tun / nebenan im Abteil Gespräch über Altphilologen und andere Experten / es geht um die Geschichte einer Kirche / vorher war es Elektromobilität / da sitzt rechts ein redefreudiger Macher mit Berliner Dialekt / er hat auf jeden Fall auch eine Geschichte / mit der Kirche / mit Autos und Raststätten / mit Reden gegen die AFD / jetzt sind sie wieder beim Architekten / der Zuhörer / Student / eloquent / „Empathie“ / sexy irgendwie / dachte die Asiatin vorhin / unterstelle ich / dann verlässt sie emotionslos das Abteil / unterstelle ich / erneut / weiter geht das Gespräch nebenan / Berliner arbeitet mit Tastatur und Maus / Firma wurde nach der Wende gekauft / alle entlassen / Student: Empathie, er kennt was aus der Physik / Mehrgenerationenhaus / Familiengeschichte des Berliner Dialekts / einen Stift hat er nicht bei / Zettel und Papier habe ich ihm geliehen / beides / brauchte er nur temporär / das ist die kurze Geschichte / digital.

3 | Ich schreibe mal ein paar Worte / dabei @fortuna_ehrenfeld / Musik kann so schön sein.

4 | Vielleicht liest sie gleich einer im Zug / die Geschichte / oder eine / – / sehe sie beide nicht / die Lesenden / höchstens ein bisschen Instarespons / Smartphone / Akku / Powerbank / willkommen im Internet.

5 | Das Lesen ist jetzt digital / wie unsere Existenz / digital riecht nicht wie das Abteil in dem ich sitze / im durchgesessenen Polster / der blauen Bank / die sich jedes Mal windet / wenn sich einer bewegt / wie die gemeinsame Matratze / keiner schnarcht.

6 | Die Musik fällt aus / Funkloch / Deutschland / 2019.

#Hamburg #Koeln #flixtrain #flixbus #reisen #zugfahrt #unterwegs#strassengedicht #gebrauchslyrik #lyrik #gedichte #poetryisnotdead #schreiben#lesen #internet #digitalisierung #freunde

Neulich: Ich mache ja hin und wieder so eine Art Freestyle-Poesie. Straßengedichte. Gebrauchslyrik. Zettel und Stift oder auch digital. Ab und an ein Foto. Manchmal beginnt es mit einem Wort. Dann schreibe ich, bis es gut ist. Dann höre ich auf. Und lese. Verändere meist nicht mehr viel. Korrekturen? Ja. Dann im nächsten Gedicht.

P.S.: Ich mache auch mal was offensichtlich Fröhliches. Demnächst. Bald. Nicht als Korrektur. Vielleicht als andere Seite. Oder so. Follow the white rabbit on Instagram oder einfach hier.

Schönes Wochenende
der #clefu

+++

Aufrecht und dunkel
begegnen sich selten
und wenn
dann im Verborgenen
dort, wo nur ein Schimmer
vom Tageslicht bleibt
Rest, den man
nicht verdecken kann
wie die Narbe
des ewigen
Lebens
.

Angeblich ewig
sagen
die
Christen

glaube
ich
.

In der Dunkelheit
bekomme ich
meistens
Angst
„… alleine?“
Nicht nur
Auch mit
Anderen
Freunden
Vertrauten
Bekannten
Ehemals Fremden

Aus der Entfernung
höre ich das Rufen
das gar nicht
so düster schallt
weil es meist
ruhig ist
aber ich
höre das Echo
voraus
.

Manchmal
gehe ich trotzdem
Schritt für Schritt
hinein durch die Nacht
und selten begegnet
mir eine*r
noch seltener
die
pure Gewalt
noch seltener
Wahrheit &
Liebe
.

Aufrichtig
gehe ich wieder
und wieder
und wieder
in zwei
Richtungen
eine vertraute
die andere
unbekannt
hin und
her
vor und
zurück
bis es
soweit ist
dass das Licht
sich verrät
und die
Dunkelheit
trägt
.

Und mich
auch
.

 

 

Heute war ein guter Tag /
Punkt.
.

Lange her;
.-
und nicht gesehen

Familie ist ja
eine
sehr spezielle
Angelegenheit.
Die üblichen
rationalen
Denkmuster
greifen da nicht.

Wohlwollend
im Alltag einstudiert
und dann im
entscheidenden
Moment
Bluescreen [Windows-Kind, CF]. Und jetzt
kommt man
trotzdem
zusammen

*Passage gestrichen*
[Anm. CF: Passage intim]
.

Das ist auch
Familie
man versucht es
immer
und
immer
wieder
.

Quasi
professionell
.

Irgendwie
ist das schön
deshalb -:
sitzen sie
mittendrin
ICH
du
WiR
alle
zusammen

& reden
nicht immer
flüssig …
nach all den Jahren
verlernt man
gemeinsame
Sprache
nie aber
das Sprechen
auch wenn
manches noch
wehtut
vielleicht sogar immer
aber man
übt sich
mehr
als
provisorisch
gemeinsam
das Leben
und wo gehobelt …
Blut ist dicker
nicht artig
aber heute “einzig”
spricht das Genie
#unikal
[Anm. CF: Hat jetzt auch #Twitter und #Insta]

Nachwort (glücklich):
Ich brauch das alles heute nicht.
Ich war im Reallife.
Analog.
Krass.
Und.
Gut.

#yes .

Der Blick geht geradeaus
.
Gestern. Studio & Kabel
Einmal im Jahr
Oder in zweien
Muss das sein
Kabel prüfen
Neu verlegen
Und das System
Weiter entwickeln
Dinge verändern
Vielleicht
– perfektionieren

Heute heißt das
Alles einen Schritt zurück
Als nächste Strecke
Auf dem Weg
Durch den – Nieselregen
Den Blick nach vorn
„Heute wird es nicht mehr hell“
(Quelle: Radio)

Morgen.

…ganz sicher.

Sicher? /

/ Ja.

– / Wirklich

#straßengedicht #gedichte #clefu #kalk#urbanpoetry #streetpoetry

06. Januar 2019

Aus den letzten Stunden des Tages –
Straßengedicht

Kalk
Kapelle
Straßenbahn
Linie 1
Statt 9
Andere Taktung?
Neuer Fahrplan…
2019
Sonntag!
ClickClickDecker
Hier fährt der richtige Zeitpunkt
Zitat im Original anders
Gleich Rudolfplatz
Dann zu Fuß weiter
Die Schuhe sind gezeichnet
Von Silvester
Roter Schnaps
Auf weißem Grund
Na…
Schön war’s
Mit Feuer
Feuerwerk
Irgendwo
In Otterlo
Lachsboys
Freunde
Freuen sich
Gemeinsam

In der Bahn
Werde ganz melancholisch
Kettcar
48 Stunden
Gestern
Heute
Morgen
Mein Herz ist immer
Halbvoll
Nie leer
Das ist das Gute
An der Geschichte
Die sich Leben nennt
Love A
Love Music
Meine Welt
Die Inhalte
Die Überschrift
Keine Ahnung
Aber mein Herz schlägt
Für Drama
Und Sucht
Extreme
Nacht
Bohemian
Stadt-po
Eise
Das Kino geht weiter
Ich lebe noch
2019
Ich atme deine Luft
Und bin unbestimmt
Glücklich.

#köln #kalk #kvb #olé #olé #strassenpoesie #straßenpoesie
#straßenbahn #poetry #poetry #gedichte#urbanlife #stadtleben #wozuwozu #werbinich #aufjedenfallnichtdu #werdasliestistdoof

 

Video

Original


Abschrift

1 | Außer Kontrolle

2 | Fühle mich nüchtern
wie lange nicht
ENTGIFTEN ist das
Programm nach Silvester

3| Das war mal eine
coole Band in den
2000ern, aber ohne
Hit und Erfolg
-> ein Schritt vor?
i. d. Abgrund fällt nur
wer sich vorher
nicht in Luft
auflöst
[vielleicht sing sie
noch solo
Memo an mich:
später googeln]

4 | Nüchtern betrachtet
ist es längst nicht mehr
1995 – mein Handy heißt
Smartphone und braucht
gar kein Modem . Kabel
natürlich auch keins
[-> Doch! Zum Laden (noch!!!)]
mein Handy heißt jetzt S8
das alte war so nüchtern, dass
es keinen Strom mehr vertragen
hat.

*** An dieser Stelle hat der Schreibende das Blatt gewendet. Man stelle sich dies hier analog vor. ***

5 | Niemand sagt, dass ein Gedicht einen Sinn braucht
– ein Leben aber schon. Brauchen wir beide… uns?
Na klar. Aber niemand sagt, dass man ein
Gedicht nur von oben nach unten schreibt.
Zettel und Display kann man ja wenden. Ganz einfach
und denken tut man sowieso meistens quer
und zu hoch im Format, dass am Af Anfang
das Ende steht, aber noch nicht. Es ist nicht
1995, ich vermisse so einiges von früher, bin aber
„not dead yet“ – nur halt digital, geteilt oder gespalten
vielleicht auch zerrissen. Ich suche gleich mal das Kabel…

*** Erneut wird an dieser Stelle das Blatt gewendet (ohne aber die Seite zu verlassen!). ***

7 | …um die digitale Hälfte zu laden

Dem aufmerksamen Leser ist nicht verborgen geblieben, dass in meiner Liste ein Nummer 6 fehlt. Ich habe daher die Silvester-Rakete damit nachträglich markiert (nicht auf dem Foto). Man stelle sich das Bild hier anstelle der 6 vor.  Auf dem Bild stelle man sich die 6 neben der Rakete vor. 

 

Dialogische Performanz

Aus ist dein Urlaub und die Laut‘ zerschlagen,
Nachts aus der stillen Stadt nun mußt du gehen,
Die Wetterfahnen nur im Wind sich drehen,
Dein Tritt verhallt, mag niemand nach dir fragen.

Ich bin auf dem Weg zurück ins Büro.
Müde und verschlafen fahre ich in die Stadt.
Mein Akku ist leer. Keine Musik.
Mit Muskelkater laufe ich eilig zur Arbeit.

Doch draußen waldwärts, wo du herstammst, ragen
Die Zinnen noch der goldnen Burg, es gehen
Die Wachen schildernd auf dem Wall, das Wehen
Der Nacht bringt ihren Ruf in’s Land getragen.

Man erwartet mich schon, was mich „rettet“, denn
ich trage keine Schlüssel mehr bei mir.
Raum, Zeiterfassung – geradeso pünktlich
Heute werde ich kündigen. Endlich.

Der Engel dort mit seinem flamm’nden Degen
Steht blankgerüstet noch, das Tor zu hüten,
Und wird dich mit den ernsten Blicken messen,

Der Hacker wartet schon auf seine Chance
Braucht keinen Schlüssel, fragt sich leise durch
und sagt: „Ich sehe was, was du nicht siehst!“

Die manches Herze schon zu Asche glühten;
Hast du Parol‘ und Feldgeschrei vergessen:
Weh! wo nun willst dein müdes Haupt hinlegen?

Die Kohle zerreist mich. Der Staub sitzt tief in der Lunge
   ich bleibe…
Der Hacker sieht mich und wundert sich
Ich hoffe auf Hilfe durch einen Trojaner.

 

Ursprüngliche Performanz

Aus ist dein Urlaub und die Laut‘ zerschlagen,
[Ich bin auf dem Weg zurück ins Büro.]
Nachts aus der stillen Stadt nun mußt du gehen,
[Müde und verschlafen fahre ich in die Stadt.]
Die Wetterfahnen nur im Wind sich drehen,
[Mein Akku ist leer. Keine Musik.]
Dein Tritt verhallt, mag niemand nach dir fragen.
[Mit Muskelkater laufe ich eilig zur Arbeit.]

Doch draußen waldwärts, wo du herstammst, ragen
[Man erwartet mich schon, was mich „rettet“, denn]
Die Zinnen noch der goldnen Burg, es gehen
[ich trage keine Schlüssel mehr bei mir.]
Die Wachen schildernd auf dem Wall, das Wehen
[Raum, Zeiterfassung – geradeso pünktlich]
Der Nacht bringt ihren Ruf in’s Land getragen.
[Heute werde ich kündigen. Endlich.]

Der Engel dort mit seinem flamm’nden Degen
[Der Hacker wartet schon auf seine Chance]
Steht blankgerüstet noch, das Tor zu hüten,
[Braucht keinen Schlüssel, fragt sich leise durch]
Und wird dich mit den ernsten Blicken messen,
[und sagt: „Ich sehe was, was du nicht siehst!“]

Die manches Herze schon zu Asche glühten;
[Die Kohle zerreist mich. Der Staub sitzt tief in der Lunge.]
[   ich bleibe…]
Hast du Parol‘ und Feldgeschrei vergessen:
[Der Hacker sieht mich und wundert sich]
Weh! wo nun willst dein müdes Haupt hinlegen?
[Ich hoffe auf Hilfe durch einen Trojaner.]