Foto Tagebuch 05. September 2019

Leute, Leute – was ist das los: Ich habe schon vier Monate keinen Eintrag mehr in meinem Tagebuch verzeichnet. Geschrieben habe ich derweil eine ganze Menge. Passiert ist irgendwie noch mehr und jetzt endlich macht sich mal die Erfahrung seit 2013 bemerkbar, denn das Scheitern an der ständigen Mitschrift der Wirklichkeit ist mir gut bekannt.

Wer nicht nur zwischendurch lebt, scheitert genüsslich am Protokoll. Aber was hier schon fast nach Anarchie klingt, ist alles andere als die Auflösung der bürgerlichen Prägung. Meine Hausaufgaben habe ich gemacht beziehungsweise – ich bin noch mittendrin. Nach einem Aufsatz zu politischen Liedern der Gegenwart, einem Text über Bölls Hörspiel Hausfriedensbruch und einem Text über die Gewalt in der Sprache von Heinz Strunks goldenem Handschuh biege ich nun auf die Zielgerade der wissenschaftlichen Arbeit ein. Der Nebel scheint, sich immer schneller zu lichten. Die Doktorarbeit und Böll begleiten mich jetzt schon eine ganze Weile. Wir gehen noch ein paar Meter und dann steht der Abschied an. Was aber weniger schwer fällt, wenn man weiß, dass man die gemeinsame Zeit schätzt und genießt. Und ich sitze auch nach fast vier Jahren noch jeden freien Tag mit großer Freude und voller Enthusiasmus an der Arbeit. Und am Schreiben. Aber wenn ich was gelernt habe, dann die Freude an der Deadline: Der Abschluss gehört zur Prüfung. Die Abgabe schafft Platz für Neues. Das macht mich mittlerweile genauso neugierig wie mich das Ende natürlich manchmal in Wehmut erstrahlen lässt. Aber wir bleiben dran…

…ach und übrigens. Wo wir gerade beim Thema sind. Ich habe ja von der schnelllebigen Zeit gehört. Und da bleibt nicht immer die Ruhe für die Lektüre langer Texte. Ich werde deshalb mal probieren, mich hier im Blog etwas kürzer zu halten. Wenn der Absatz also voll ist, dann kommt der nächste als eigener Blog. Wie sich das alles entwickelt, bleibt abzuwarten. Ich probiere mich in der wenigen Zeit abseits des Schreibtisch an neuen Formaten und suche Möglichkeiten die Seite noch einmal ein bisschen spannender zu machen.

Besuch mich also gerne wieder ab und an mal hier, schick mir gerne ein Feedback oder auch Kritik und es wäre total cool, wenn Du mich supportest indem Du Dich für meinen Rundbrief einträgst. Ich bleibe derweil dran – schreibend, singend und denkend. DANKE für DEINEN SUPPORT.