Dialogische Performanz

Aus ist dein Urlaub und die Laut‘ zerschlagen,
Nachts aus der stillen Stadt nun mußt du gehen,
Die Wetterfahnen nur im Wind sich drehen,
Dein Tritt verhallt, mag niemand nach dir fragen.

Ich bin auf dem Weg zurück ins Büro.
Müde und verschlafen fahre ich in die Stadt.
Mein Akku ist leer. Keine Musik.
Mit Muskelkater laufe ich eilig zur Arbeit.

Doch draußen waldwärts, wo du herstammst, ragen
Die Zinnen noch der goldnen Burg, es gehen
Die Wachen schildernd auf dem Wall, das Wehen
Der Nacht bringt ihren Ruf in’s Land getragen.

Man erwartet mich schon, was mich „rettet“, denn
ich trage keine Schlüssel mehr bei mir.
Raum, Zeiterfassung – geradeso pünktlich
Heute werde ich kündigen. Endlich.

Der Engel dort mit seinem flamm’nden Degen
Steht blankgerüstet noch, das Tor zu hüten,
Und wird dich mit den ernsten Blicken messen,

Der Hacker wartet schon auf seine Chance
Braucht keinen Schlüssel, fragt sich leise durch
und sagt: „Ich sehe was, was du nicht siehst!“

Die manches Herze schon zu Asche glühten;
Hast du Parol‘ und Feldgeschrei vergessen:
Weh! wo nun willst dein müdes Haupt hinlegen?

Die Kohle zerreist mich. Der Staub sitzt tief in der Lunge
   ich bleibe…
Der Hacker sieht mich und wundert sich
Ich hoffe auf Hilfe durch einen Trojaner.

 

Ursprüngliche Performanz

Aus ist dein Urlaub und die Laut‘ zerschlagen,
[Ich bin auf dem Weg zurück ins Büro.]
Nachts aus der stillen Stadt nun mußt du gehen,
[Müde und verschlafen fahre ich in die Stadt.]
Die Wetterfahnen nur im Wind sich drehen,
[Mein Akku ist leer. Keine Musik.]
Dein Tritt verhallt, mag niemand nach dir fragen.
[Mit Muskelkater laufe ich eilig zur Arbeit.]

Doch draußen waldwärts, wo du herstammst, ragen
[Man erwartet mich schon, was mich „rettet“, denn]
Die Zinnen noch der goldnen Burg, es gehen
[ich trage keine Schlüssel mehr bei mir.]
Die Wachen schildernd auf dem Wall, das Wehen
[Raum, Zeiterfassung – geradeso pünktlich]
Der Nacht bringt ihren Ruf in’s Land getragen.
[Heute werde ich kündigen. Endlich.]

Der Engel dort mit seinem flamm’nden Degen
[Der Hacker wartet schon auf seine Chance]
Steht blankgerüstet noch, das Tor zu hüten,
[Braucht keinen Schlüssel, fragt sich leise durch]
Und wird dich mit den ernsten Blicken messen,
[und sagt: „Ich sehe was, was du nicht siehst!“]

Die manches Herze schon zu Asche glühten;
[Die Kohle zerreist mich. Der Staub sitzt tief in der Lunge.]
[   ich bleibe…]
Hast du Parol‘ und Feldgeschrei vergessen:
[Der Hacker sieht mich und wundert sich]
Weh! wo nun willst dein müdes Haupt hinlegen?
[Ich hoffe auf Hilfe durch einen Trojaner.]