Ich habe heute ein paar spannende Worte gelesen
ein Thema, das mich schon länger beschäftigt
es geht um das Verhältnis von Masse
wie verhalten sich Quantität und Qualität
in Individuum und Kollektiv
wie werden Urteile gefällt
was ist gut?
was ist schlecht!
was ist überhaupt.

Das ist für mich die ganz zentrale Frage:
strebt der Mensch wirklich nach Individualität
Sein mit den anderen, ein bisschen wie sie
und doch anders und ganz besonders
ist nicht gerade das Bedürfnis dieser Zeit
die besondere Aufmerksamkeit zu bekommen
die einem kaum einer noch wirklich schenkt
weil alle in Überforderung vergessen
dass Qualität in der Begegnung von Du und Ich
einfach geschenkt werden kann
ganz ohne Konsum – ganz ohne Kapital.

Wenn wir aber verlernen, mit den anderen zu sein
und gleichzeitig wie die anderen sind, mit ihnen
aber keiner merkt es so richtig, weil wir alle
schauen doch irgendwie auf uns und spenden
ein bisschen zu Weihnachten und je nachdem
was der Steuerberater einem rät
gründen die Stiftung, zum eigenen Vorteil
Vermarktung der eigenen Marke
ganz selbstlos Liebe schenken
unter Bedingungen eines Zuhälters
der seine Mädchen an der Leine hält
damit die Kasse klingelt, wenn
der Liebesdienst sich lohnt.

Diese Tage sind befremdlich
und in der Wunde bohren tut weh
weil die Wunde an erster Stelle immer
– die eigene ist.

Dabei wäre die Idee ganz einfach
wir akzeptieren die Freiheit unter einer Bedingung
Frieden im Miteinander und im Erkennen
dass die einzige Gleichheit in uns
die Andersheit ist, auch
wenn wir uns immer wieder gleichen
doch nie alle.

Nicht ein Gespenst geht um
in Europa

Es sind viele
in der Welt.

 

(Bild am 21. November 2017)