Foto Unsicherheit (28. August 2015)

Meine Unsicherheit ist ein Fehlen
von Sprache in der Situation, die
mir so viel bedeutet – zumindest
glaube ich es und die Unsicherheit
ist ein Begreifen der Komplexität
des Bezeichnens was absurd
und paradox ist, weil das Eigentliche
hat klare Struktur und ist in Einfachheit
viele Jahre habe ich geschwiegen und
tue es immer noch gerne — Stille, Schweigen.

Wenn ich spreche, dann oft viel und
manches Mal zu viel, aber nur, mit
wichtigen Menschen. Dann verliere
ich die bewusste Steuerung meiner
Rhetorik. Die an der ich immer und
überall zu arbeiten scheine, weil es mir
hilft im manchmal mir so schwer fallenden
Umgang mit den Menschen meiner Umwelt
die mich doch meist nicht verstehen, so lange
ich diese meine Welt nicht verlasse.

Sprechen ist nicht bloßes Gerede, sondern
Sprache ist mehr, ist Ausdruck, Pathos
meine Leidenschaft, weil es mehr ist, als
Reden und Schreiben, selbst, wenn
die anderen Dinge dilettantisch bleiben
treffen wir uns irgendwann nicht,
weil wir das gleiche Bezeichnen und
meinen uns so zu verstehen. Da ist
dann kein Blitz und kein Donner
und wir stehen nur vielleicht an
einem Fenster, aber wir sprechen und
schauen uns an und spüren das
emotionale Band, dem sich die Sprache
entzieht, die wir an uns dennoch so
schätzen. Und wir nennen das Liebe –
(zumindest wahrscheinlich.)