Text

Es geht um
mehr als
geschriebene
Zeichen

Was wir als ›Text‹ bedeutungsvoll nennen, entsteht immer dann, wenn ein Autor seine 1Wirklichkeit zeichenhaft bindet, ein Leser sie als neue 2Wirklichkeit konstruiert und beide miteinander in 3Wirklichkeit gemeinsam darüber sprechen, wie es eigentlich mehr ist.

Die letzten 3

Aus ist dein Urlaub und die Laut‘ zerschlagen, / [Ich bin auf dem Weg zurück ins Büro.] / Nachts aus der stillen Stadt nun mußt du gehen, / [Müde und verschlafen fahre ich in die Stadt.] / Die Wetterfahnen nur im Wind sich drehen, / [Mein Akku ist leer. Keine Musik.] / Dein Tritt verhallt, mag niemand nach dir fragen. / [Mit Muskelkater laufe ich eilig zur Arbeit.] / …

[Nacht, dunkle Straße. Abseits der Elektrizität. Irgendwann im September. Laub, Wind – leichter Nieselregen. Mann in zerrissenen Frauenkleidern spricht auswendig und zu sich selbst.] // Lustig auf den Kopf, mein Liebchen, [- bleib ruhig auf dem Boden, Junge.] / Stell‘ dich, [– Nein –] in die Luft die Bein‘! [Nein, heißt nicht das Gegenteil!] / Heißa! [- dann verbrennst Du Dich!]  / …

Ich war neulich im Auto unterwegs. Wir wollten kurz halten. Haben wir aber nicht; nicht geschafft. Wollten nach Hause. Unbedingt. Ich wollte trotzdem kurz, nur kurz fragen, wer in dem Haus wohnt und ob man sich vielleicht mal treffen könne. Jetzt oder in baldiger Zukunft, wenn wir wieder hier lang kämen. Aber die anderen sagten,…